Programmüberblick

Karvan Sara 4050

Karvan Sara 4050

3.10.-6.10.2019
Akademie Graz

Arash Azadi

Dass Zeit linear verläuft, kann man auch als Illusion dekuvrieren. Dass eine Vorstellung von Räumlichkeit an eine fixe Lokalität gebunden ist, kann man ebenfalls bezweifeln. Dass Raum und Zeit in einem überschaubaren Verhältnis zueinanderstehen, stellt sich spätestens anhand der audiovisuellen Arbeit Karvan Sara 4050 von Arash Azadi als Täuschung heraus. Azadi ist ein junger, iranischer Komponist und interdisziplinär arbeitender Künstler mit Wohnsitz in der armenischen Hauptstadt Jerewan. In Karvan Sara 4050 werden die historischen Karawansereien, Orte, an denen sich Händler aus Ost und West entlang der Seidenstraße trafen, zur Metapher für die Kaukasusregion als Knotenpunkt der Kulturen. Die zeitliche Ebene seines künstlerischen Gedankenspiels, in dem er sich ins Jahr 4050 versetzt, lassen ein paar tausend Jahre zu Augenblicken werden und umgekehrt. 
03/10 - 06/10/2019 | jeweils 10:00 - 19:00 und 05/10 10:00 - 01:00
  • Akademie Graz
  • Arash Azadi
Installation
Österr. Erstaufführung
  • EF2019

In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe. Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union. Arash Azadi ist SHAPE Artist 2019.

SpaceTime Helix

SpaceTime Helix

03/10/2019 - 19:30
Dom im Berg

Michela Pelusio

Ein weißer Faden wird in Schwingung versetzt, tänzelt um die eigene Achse und bildet schnell eine stehende Welle, die sich klangvoll und in buntes Licht getaucht in die Unendlichkeit zu schrauben scheint, um den Weg in ein neues Raum-Zeit-Gefüge zu weisen. SpaceTime Helix nennt sich dieses geheimnisvolle Schauspiel, das die Medienkünstlerin Michela Pelusio mit ihrem selbst entwickelten optoakustischen Instrument in den dunklen Raum zaubert. Entwickelt wurde es 2012 in Österreich, in den Jahren darauf reiste die Künstlerin damit rund um den Globus: von Wien bis nach Tokio, von Dubai bis nach Montreal. SpaceTime Helix spielt mit den Gesetzmäßigkeiten der Physik und führt letztendlich zum Ursprung der Welt, denn stehende Wellen würde man in der Natur oft antreffen, so Pelusio: „Stehende Wellen und harmonische Schwingungen sind für unser Verständnis der Welt und des Universums fundamental.“ Beim musikprotokoll wird SpaceTime Helix erstmals in Graz zu erleben sein.

03/10/2019 - 19:30
  • Dom im Berg
  • Michela Pelusio
Performance
Österr. Erstaufführung
  • TP03102019

In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe. Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union. Michela Pelusio ist SHAPE Artist 2019.

Katharina Ernst

Doublé

03/10/2019 - 20:00
Dom im Berg

Katharina Ernst & Christina Kubisch

Als sich Christina Kubisch und Katharina Ernst 2016 kennenlernten, trafen einander zwei Seelenverwandte. Beide sind sowohl im Bereich der Musik als auch im Bereich der Bildenden Kunst tätig. Es entstand Undercurrents, das erste Stück für Schlagzeug und elektromagnetische Klänge, komponiert von Kubisch. In den frühen 2000er-Jahren entwickelte sie einen Kopfhörer mit eingebauten Induktionsspulen, die die elektromagnetischen Felder anziehen und mittels Verstärker und Lautsprecher hörbar machen. Im Auftrag des musikprotokoll haben die Künstlerinnen nun ein zweites gemeinsames Stück – Interference – entwickelt, in dem weiters eine Testversion des Computerprogramms BeatSeeker zum Einsatz gelangen wird. Damit gibt nicht das Zuspielband mit Kubischs elektromagnetischen Klängen diverser Sicherheitsschranken, sondern Ernsts Schlagzeugspiel den Rhythmus vor. Nicht die Maschine kontrolliert hier den Menschen, sondern der Mensch die Maschine.

03/10/2019 - 20:00
  • Dom im Berg
  • Katharina Ernst & Christina Kubisch
Konzert
Uraufführung
  • TP03102019

Schlagzeug, Synthesizer, Tam-Tam, Gongs: Katharina Ernst, Elektromagnetische Sounds: Christina Kubisch | In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe. Gefördert durch das Programm „Creative Europe" der Europäischen Union.  Katharina Ernst ist Shape Artist 2019.

Khyam Allami

Terry Riley’s In C (Maqam Rast Remodel)

03/10/2019 - 21:00
Dom im Berg

Khyam Allami

Als Komponist und Oud-Spieler beschäftigt sich Khyam Allami mit der Dekonstruktion der Maqamat, der in der arabischen Musik gebräuchlichen Stimmungssysteme. Die Regeln der arabischen Musik seien noch nicht hinreichend gebrochen worden, so Allami. Die Schönheit läge in ihrer Elastizität, in der Dehnbarkeit der Zeit und der Melodielinien. Computerprogramme zur Musikerzeugung unterstützten dies aber nicht, da sie in der Regel westlichen Konzepten folgen. Der Rhythmus und die Stimmung würden so in ein enges Korsett gezwängt. Beim musikprotokoll wird Khyam Allami die Solo-Elektronik-Version von Terry Riley‘s In C präsentieren, einem Schlüsselwerk der Minimal Music aus dem Jahr 1964, umgelegt auf das Stimmungssystem des arabischen Modus „Rast“. Dafür hat der Musiker mit dem in London lebenden Programmierer Charles Matthews eine eigene Software entwickelt, basierend auf Max for Live.

Glop

Glop

03/10/2019 - 22:30
Dom im Berg

Gottfried Krienzer & 23 Musiker/innen aus Graz

Am Anfang stand ein Hörerlebnis aus zweiter Hand. Ein Freund erzählte Kauders von einem Konzert Glenn Brancas und seines Gitarrenorchesters. Kauders kannte Brancas Arbeit nicht und nachdem in den 1990er-Jahren Musik noch nicht so leicht über das Internet verfügbar war wie heute, ließ der Künstler seine Fantasie spielen und malte sich selbst aus, wie dieses Konzert mit all den vielen Gitarren wohl geklungen haben könnte. Langsam reifte die Vorstellung von Kauders’ ganz eigenem Gitarrenorchester. Schließlich begann der Musiker verschiedene Gitarrenstimmen einzuspielen, um sie in seinem Computer übereinanderzuschichten. Zehn Jahre lang experimentierte er, um die bestmöglichen Kombinationen zu finden. So entstand Glop für die zweite Platte von Kauders‘ Another Land-Trilogie. Beim musikprotokoll ist Glop nun in seiner Live-Version für 23 sorgfältig ausgewählte Grazer Gitarrist/innen zu hören. Die punktgenaue Mischung der einzelnen Gitarrenstimmen übernehmen einer strengen Partitur folgend und eilig zwischen 23 Verstärkern hin- und hereilend Slobodan Kajkut und Nikos Zachariadis.

03/10/2019 - 22:30
  • Dom im Berg
  • Gottfried Krienzer & 23 Musiker/innen aus Graz
Konzert
  • TP03102019

Musik und Konzept: Gottfried Krienzer | Musiker/innen: Michael Eisl, Franz Gurt, Daniel Gutmann, Andreas Heller, Birgit Hofstadler, Samo Ismajlovič, Bernhard Jammerbund, Richard Kahlbacher, Reas Klöckl, Michael Laab, Robert Lepenik, Bernd Oberdorfer, Martin Plass, Philip Prugger, Johannes Raggam, Lea Sonnek, Christian Steiner, Alexandra Stessl, Marina Stiegler, Christoph Uhlmann, Eva Ursprung, Klaus Wohlgemuth und Werner Wohlgemuth | Klangmanipulation: Slobodan Kajkut, Nikos Zachariadis

Critical Music

Critical Music

04/10/2019 - 16:00
Theater im Palais

Khyam Allami, Cynthia Zaven, Bushra el-Turk, Deniz Peters

ARTikulationen ist ein internationales Festival künstlerischer Forschung, das sich mit ästhetischen, gesellschaftlichen und existentiellen Fragen durch miteinander verwobene – künstlerische und wissenschaftliche – Mittel und Reflexionen beschäftigt. Seit 2016 präsentieren und diskutieren Künstler/innen und Denker/innen gemeinsam mit Doktorand/innen öffentlich ihre Projekte, neuesten Arbeiten und Ergebnisse. ARTikulationen wird von der Künstlerisch-Wissenschaftlichen Doktoratsschule der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz in Zusammenarbeit mit musikprotokoll organisiert. Das Thema der diesjährigen Diskussionsrunde lautet Critically Concerned?. Performer/innen, Komponist/innen und Denker/innen treten miteinander in einen Dialog über ihre musikalische Praxis und die Frage, inwiefern diese abhängig von gesellschaftlichen Bedingungen Zwischenmenschliches zum Ausdruck bringt, reflektiert, auslotet und herausfordert. 

04/10/2019 - 16:00
  • Theater im Palais
  • Khyam Allami
  • Cynthia Zaven
  • Bushra el-Turk
  • Deniz Peters
Diskussion
  • EF2019

Diskussionsteilnehmer/innen: Khyam Allami, Cynthia Zaven, Bushra el-Turk, Deniz Peters I In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe. Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union. Der Artist Talk/Round Table „Critical Music“ findet in Kooperation mit dem Festival für künstlerische Forschung ARTikulationen der KWDS/Kunstuniversität statt.

Psychophysics Machines

Psychophysics Machines

04/10/2019 - 18:00
esc medien kunst labor

Adam Donovan & Katrin Hochschuh

Katrin Hochschuh und Adam Donovan arbeiten seit 2016 als Duo zusammen: Hochschuh kommt aus dem Bereich des digitalen Entwerfens und der robotischen Fertigung in der Architektur, Donovan hat sich mit einem Fokus auf Robotik und Akustik auf gerichteten Sound und akustische Linsen spezialisiert. Psychophysics Machines besteht aus fünf klanggenerierenden Roboterskulpturen, deren Audioanalysefunktionen sich während der Performance durch Eingriffe der beiden Künstler/innen langsam verändern. Diese dadurch entstehenden Klangverschiebungen transformieren die menschliche Wahrnehmung in eine Erfahrung, die nur im Hier und Jetzt stattfindet.

04/10/2019 - 18:00
  • esc medien kunst labor
  • Adam Donovan & Katrin Hochschuh
Konzert
Österr. Erstaufführung
  • EF2019
05/10/2019 - 16:00
  • esc medien kunst labor
  • Adam Donovan & Katrin Hochschuh
Workshop
Österr. Erstaufführung
  • EF2019

Anmeldung zum Robotic Workshop: https://musikprotokoll.orf.at/de/robotic-workshop

Komposition, Elektronik: Adam Donovan, Katrin Hochschuh I In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe. Eine Produktion von esc medien kunst labor, ORF musikprotokoll und kunst @ werk.

Christina Athinodorou, Ofir Klemperer

Klangforum Wien

04/10/2019 - 19:30
Next Liberty

Christina Athinodorou, Mikheil Shugliashvili, Ofir Klemperer

Tasteninstrumente bildeten von jeher das Rückgrat klein besetzter Instrumentalmusik. Dass in diesem kaum überschaubaren Genre bei weitem noch nicht alles gesagt ist, beweist das Klangforum Wien, das an diesem Abend drei sehr unterschiedliche kompositorische Positionen virtuoser Klaviaturhandhabung präsentiert. Mikheil Shugliashvili (1941-1996) lässt ein Streichquartett gleich gegen zwei Klaviere antreten. In diesem Sextett geht es heftig zur Sache – energiegeladen, schroff, kraftvoll. Ein Werk, das die erratische Einzigartigkeit dieses georgischen Komponisten exemplifiziert. Christina Athinodorou bringt mit ihrem Trio für Klarinette, Cello und Klavier En Root eine an der reichen zypriotischen Kultur geschulte, rhythmische und melodische Sensibilität ein. Und Ofir Klemperer ist in seinem Stück The Rural Realm selbst als groovender Solist am legendären Synthesizer Korg MS-20 zu hören.

04/10/2019 - 19:30
  • Next Liberty
  • Klangforum Wien
  • Christina Athinodorou
Konzert
  • TP04102019
04/10/2019 - 19:30
  • Next Liberty
  • Klangforum Wien
  • Mikheil Shugliashvili
Konzert
Österr. Erstaufführung
  • TP04102019
04/10/2019 - 19:30
  • Next Liberty
  • Klangforum Wien
  • Ofir Klemperer
Konzert
Österr. Erstaufführung
  • TP04102019

Die Partitur zu der Komposition Sextett für zwei Klaviere und Streichquartett (1973) von Mikheil Shugliashvili wurde in einer Kooperation von dem Verlag Boosey & Hawkes und dem ORF musikprotokoll erstmals publiziert. Das Klangforum Wien spielt mit freundlicher Unterstützung von ERSTE BANK. I Komposition: Christina Athinodorou, Mikheil Shugliashvili und Ofir Klemperer I Klangforum Wien, Dirigent: Ilan Volkov 

Studio Dan

Studio Dan

04/10/2019 - 21:00
Next Liberty

Arash Azadi, Cynthia Zaven, Clemens Wenger, Oxana Omelchuk, Matthias Kranebitter, Maja Osojnik, Christof Dienz, Bushra el-Turk, Vincent Pongracz, Susanna Gartmayer

Studio Dan spielt eine dramaturgisch streng geformte Abfolge von zehn Uraufführungen. Komponist/innen aus Österreich, aus dem Libanon, aus Belarus und Armenien sind an diesem Projekt beteiligt, die Uraufführungen werden zu einem schillernden Mosaik, das wie ein klingendes Vergrößerungsglas funktioniert. Vom einminütigen, anfänglichen Solo, über ein zweiminütiges Duo bis zum abschließenden, zehnminütigen Tentett bilden die einzelnen Stücke einen großen Bogen durch unterschiedliche Klangrealitäten. Augmented Reality nennt der Initiator Daniel Riegler dieses neue, kollektiv erarbeitete Projekt, bei dem sich zehn Musikpositionen in Dialog mit dem jeweiligen Nachbarn begeben.

04/10/2019 - 21:00
  • Next Liberty
  • Studio Dan
  • Arash Azadi
Konzert
Uraufführung
  • TP04102019
04/10/2019 - 21:00
  • Next Liberty
  • Studio Dan
  • Cynthia Zaven
Konzert
Uraufführung
  • TP04102019
04/10/2019 - 21:00
  • Next Liberty
  • Studio Dan
  • Clemens Wenger
Konzert
Uraufführung
  • TP04102019
04/10/2019 - 21:00
  • Next Liberty
  • Studio Dan
  • Oxana Omelchuk
Konzert
Uraufführung
  • TP04102019
04/10/2019 - 21:00
  • Next Liberty
  • Studio Dan
  • Maja Osojnik
Konzert
Uraufführung
  • TP04102019
04/10/2019 - 21:00
  • Next Liberty
  • Studio Dan
  • Christof Dienz
Konzert
Uraufführung
  • TP04102019
04/10/2019 - 21:00
  • Next Liberty
  • Studio Dan
  • Bushra el-Turk
Konzert
Uraufführung
  • TP04102019
04/10/2019 - 21:00
  • Next Liberty
  • Studio Dan
  • Vincent Pongracz
Konzert
Uraufführung
  • TP04102019
04/10/2019 - 21:00
  • Next Liberty
  • Studio Dan
  • Susanna Gartmayer
Konzert
Uraufführung
  • TP04102019

Studio Dan, Musikalische Leitung: Daniel Riegler. Die Kompositionen von Arash Azadi, Cynthia Zaven, und Bushra el-Turk sind Kompositionsaufträge vom ORF musikprotokoll. Arash Azadi ist SHAPE Artist 2019.

Revolutionary Birds

Revolutionary Birds

04/10/2019 - 22:30
Next Liberty

Mounir Troudi, Erwan Keravec, Wassim Halal

Ein bretonischer Dudelsackspieler, ein tunesischer Sänger und ein libanesischer Perkussionist haben sich zu diesem erstaunlichen Trio formiert. Dass der Dudelsack mit seiner archaischen Kraft ein faszinierendes Instrument für Experiment und neue Musik sein kann, hat Erwan Keravec immer wieder bewiesen – unter anderem in der Zusammenarbeit mit Wolfgang Mitterer und Mats Gustafsson. Mit dem Poeten und Sänger Mounir Troudi, dessen Stimme in arabischer Gesangskunst, Sufitraditionen und Jazz geschult ist, und dem Perkussionisten Wassim Halal, gründete er 2015 das Trio Revolutionary Birds, das seither immer wieder die faszinierenden klanglichen Möglichkeitswelten ausmisst, die sich aus einer derart ungewöhnlichen Besetzung ergeben. Erstmals in Österreich zu erleben!

04/10/2019 - 22:30
  • Next Liberty
  • Mounir Troudi
  • Erwan Keravec
  • Wassim Halal
Konzert
Österr. Erstaufführung
  • TP04102019

Gesang: Mounir Troudi, Dudelsack: Erwan Keravec, Perkussion: Wassim Halal, Executive producer: Offshore, Sound:Manu Le Duigou | In Kooperation mit SHAPE – Sound, Heterogeneous Art and Performance in Europe. Gefördert durch das Programm „Creative Europe“ der Europäischen Union. Erwan Keravec ist SHAPE Artist 2019. I Creation Jazz Nomades/La Voix est Libre - Festival Irtijal / production l’Onde & Cybèle in partnership with Institut Français. Offshore (www.erwan-keravec.eu) is an association supported by the Ministry of Culture and Communication (Regional Direction for Cultural Affairs / Brittany) and Regional Council of Brittany.

Ö1 Klassik-Treffpunkt mit Ilan Volkov

Ö1 Klassik-Treffpunkt

05/10/2019 - 10:00
Akademie Graz

Helmut Jasbar im Gespräch mit Ilan Volkov

Der Ö1 Klassik-Treffpunkt gastiert heuer in der Akademie Graz. Zu Gast bei Helmut Jasbar ist der israelische Dirigent Ilan Volkov, der beim musikprotokoll sowohl das RSO Wien als auch das Klangforum Wien dirigieren wird. Zwischen den beiden Konzerten nimmt er sich Zeit für ein ausführliches Radiogespräch über Musik und andere wichtige Dinge des Lebens.

Ilan Volkov, ein ehemaliger Assistent von Seiji Ozawa beim Boston Symphony Orchestra, zählt zu den erfolgreichsten Dirigenten seiner Generation und ist ein ausgewiesener Experte für zeitgenössische Musik. Neben seinen Dirigaten wichtiger internationaler Orchester initiierte er 2012 in Island das Projekt Tectonics, ein Festival, das sich durch fantasievolle und eklektische Programmierung zwischen experimenteller Musik, Improvisation, Weltmusik, Elektronik und anderen Stilen bewegt und das inzwischen an vielen Orten – beispielsweise in Adelaide, New York und Tel Aviv – stattgefunden hat.

Helmut Jasbar im Gespräch mit Ilan Volkov

Danapris String Quartet

Danapris String Quartet

05/10/2019 - 18:00
Grazer Congress, Kammermusiksaal

Danapris String Quartet

Als würde Danubius alias Donau nicht für Walzer, sondern für Avantgarde stehen: Wovon wir in Österreich nur träumen können, ist seit letztem Jahr in der Ukraine Realität: Danapris alias Dnjepr nennt sich ein äußerst engagiert für die Moderne auf- und eintretendes Streichquartett. Vier junge, exzellente Musiker/innen – drei Männer und eine Frau – widmen sich ganz dezidiert den neuesten Klängen. Im Repertoire des Danapris String Quartetfindet sich nicht nur ukrainische, sondern beispielsweise auch österreichische zeitgenössische Musik, aber für dieses Konzert beim musikprotokoll, dem Österreich-Debut des Danapris Streichquartetts, konzentrieren wir uns tatsächlich auf drei aktuelle Positionen ukrainischer Musik für Streichquartett plus einer feinen Petitesse des bekanntesten und hierzulande dennoch zugleich unbekannten Komponisten aus Kyjiw, ein kurzes Stück von Walentyn Wassylowytsch Sylwestrow.

05/10/2019- 18:00
  • Grazer Congress
  • Kammermusiksaal
  • Danapris String Quartet
  • Maxim Kolomiiets
Konzert
Uraufführung
  • TP05102019
05/10/2019- 18:00
  • Grazer Congress
  • Kammermusiksaal
  • Danapris String Quartet
  • Adrian Mocanu
Konzert
Österr. Erstaufführung
  • TP05102019
05/10/2019- 18:00
  • Grazer Congress
  • Kammermusiksaal
  • Danapris String Quartet
  • Walentyn Sylwestrow
Konzert
  • TP05102019
05/10/2019- 18:00
  • Grazer Congress
  • Kammermusiksaal
  • Danapris String Quartet
  • Maxim Shalygin
Konzert
Österr. Erstaufführung
  • TP05102019

Komposition: Maxim Shalygin, Maxim Kolomiiets, Adrian Moсanu, Walentyn Sylwestrow I Ein Konzert in Kooperation mit dem Ukrainischen Institut im Rahmen des Österreich-Ukraine Kulturjahrs 2019.

RSO Wien

ORF Radio-Symphonieorchester Wien

05/10/2019 - 19:30
Grazer Congress, Stefaniensaal

Oxana Omelchuk, Mikheil Shugliashvili, Roman Haubenstock-Ramati, Yair Klartag, Brahim Kerkour

Mikheil Shugliashvili (1941-1996) war äußerst einflussreich als Lehrer und Vorbild für ganze Generationen junger Komponierender. Trotz alledem wurden viele seiner größer dimensionierten Orchesterwerke im sowjetisch regierten Georgien nie aufgeführt. Das musikprotokoll 2019 hat den 1996 verstorbenen und so energetisch wie konstruktiv denkenden Komponisten Shugliashvili wiederentdeckt und bringt Polychronia, ein eigens dafür erstmals verlegtes Orchesterstück, zur Uraufführung. In diesem Konzert wird seine Musik mit in Auftrag gegebenen Uraufführungen von Komponist/innen aus Europas Nachbarschaft, die seine Enkelschüler/innen hätten sein können, kombiniert: Musik des marokkanischen Komponisten Brahim Kerkour, der weißrussischen Komponistin Oxana Omelchuk und des israelischen Komponisten Yair Klartag. Und Roman Haubenstock-Ramati (1919-1994), der jahrelang in Israel gewirkt hat, hätte der ästhetische Vorfahre all dieser sein können.

05/10/2019 - 19:30
  • Grazer Congress
  • Stefaniensaal
  • ORF Radio-Symphonieorchester Wien
  • Mikheil Shugliashvili
Konzert
Uraufführung
  • TP05102019
05/10/2019 - 19:30
  • Grazer Congress
  • Stefaniensaal
  • ORF Radio-Symphonieorchester Wien
  • Roman Haubenstock-Ramati
Konzert
  • TP05102019
05/10/2019 - 19:30
  • Grazer Congress
  • Stefaniensaal
  • ORF Radio-Symphonieorchester Wien
  • Oxana Omelchuk
Konzert
Uraufführung
  • TP05102019
05/10/2019 - 19:30
  • Grazer Congress
  • Stefaniensaal
  • ORF Radio-Symphonieorchester Wien
  • Brahim Kerkour
Konzert
Uraufführung
  • TP05102019
05/10/2019 - 19:30
  • Grazer Congress
  • Stefaniensaal
  • ORF Radio-Symphonieorchester Wien
  • Yair Klartag
Konzert
  • TP05102019

Komposition: Oxana Omelchuk, Mikheil Shugliashvili, Roman Haubenstock-Ramati, Yair Klartag und Brahim Kerkour I ORF Radio-Symphonieorchester Wien, Dirigent: Ilan Volkov I Die Komposition von Brahim Kerkour ist Auftragswerk des ORF musikprotokoll. Die Komposition von Oxana Omelchuk ist der Emil-Breisach-Kompositionsauftrag vom ORF musikprotokoll. Die Partitur zur Komposition Polychronia wurde in einer Kooperation des Verlags Boosey & Hawkes mit dem ORF musikprotokoll erstmals publiziert.

Mikheil Shugliashvili

Große Chromatische Fantasie

05/10/2019 - 21:00
Grazer Congress, Saal Steiermark

Mikheil Shugliashvili

Mikheil Shugliashvili (1941-1996) gilt als „georgischer Xenakis“. Vom Konservatorium in Tiflis wurde er gleich zweimal hinausgeworfen: Shugliashvilis radikal konstruktivistischer Eigensinn war mit der sowjetischen Kunstdoktrin nicht in Einklang zu bringen. Viele seiner Werke kommen erst jetzt zur Erstaufführung. (Das RSO Wien sorgt in einem anderen Konzert an diesem Abend für die Uraufführung von Polychronia, einem Orchesterhauptwerk Shugliashvilis.) Bedeutend für die Wiederentdeckung des Komponisten war die vielgelobte Einspielung der Symphonie Große Chromatische Fantasie für drei Klaviere für Wandelweiser Records. Die Interpret/innen dieser Aufnahme sind mit dieser Überwältigungsmusik in Graz zu Gast. Das fast einstündige Werk erschafft mit rasenden Läufen, wüsten Akkordsprüngen und repetitiven Klangballungen einen kunstsakralen Raum, eine, wie Thomas Meyer schreibt, „Konzertkirche“.

05/10/2019 - 21:00
  • Grazer Congress
  • Saal Steiermark
  • Mikheil Shugliashvili
  • Tamriko Kordzaia
  • Tamara Chitadze
  • Stefan Wirth
Konzert
  • TP05102019

Komposition: Mikheil Shugliashvili, Klavier: Tamriko Kordzaia, Tamara Chitadze und Stefan Wirth

Tamuna Tolordava & David Shugliashvili

Georgian Songs - Inolas Lieder

05/10/2019 - 22:30
Grazer Congress, Kammermusiksaal

Tamuna Tolordava & David Shugliashvili (GE)

Sängerinnen gab es in der Sowjetunion viele, aber Songwriterinnen waren etwas Außergewöhnliches. Die Georgierin Inola Gurgulia war eine dieser großen Ausnahmen. Die Frau des Komponisten Mikheil Shugliashvili sang in georgischer Sprache über Frieden und Menschlichkeit – das hat schon gereicht, um sie als antisowjetisch abzustempeln und sie von den großen Bühnen fernzuhalten. In Georgien haben ihre Songs den Status von Volksliedern, die die Menschen in kleinen Hinterhoflokalen und in TV-Talentshows noch heute vor Rührung zum Weinen bringen. Ihre Lieder gelten in dem gebeutelten Land als Symbol für Freiheit. Gurgulias Sohn David Shugliashvili ist als Musikwissenschaftler auf die reiche vokale Volksmusiktradition Georgiens spezialisiert. Als Sänger halten er und seine Frau Tamuna Tolordava die Lieder von Inola Gurgulia lebendig.

05/10/2019 - 22:30
  • Grazer Congress
  • Kammermusiksaal
  • Tamuna Tolordava & David Shugliashvili
Konzert
  • EF2019

Gitarre und Gesang: David Shugliashvili, Gesang: Tamuna Tolordava

Ballet Mécanique

Ensemble Mécanique

06/10/2019 - 18:00
Kunsthaus Graz

George Antheil, Winfried Ritsch, Helmut Kaplan

George Antheil hat sein Ballet Mécanique in den 1920er-Jahrenkomponiert, als Maschinendie Industrialisierung emsig vorantrieben. Als „Grazer Version“ wird in diesem Konzert das Werk erstmals in der Fassung von 1925 mit allen angedachten Instrumenten im Originaltempo 153 aufgeführt. Im zweiten Teil spielt das robotische Ensemble eigens dafür komponierte, neue Werke. Der Kanon für Maschinenorchester von Winfried Ritsch verwebt als algorithmische Komposition dynamische Verläufe von Klangflächen der „automata“ als wiederholbaren Kanon. Im dritten Stück, dem Percussion Piece, werden Rhythmusmuster von Helmut Kaplan automatisiert und spielerisch zur neuen Komposition verbunden.

06/10/2019 - 18:00
  • Kunsthaus Graz
  • George Antheil
  • Winfried Ritsch
Konzert
Erstaufführung
  • EF2019
06/10/2019 - 18:00
  • Kunsthaus Graz
  • Winfried Ritsch
  • Helmut Kaplan
Konzert
Uraufführung
  • EF2019

In Kooperation mit dem Kunsthaus Graz, Atelier Algorythmics und dem Klavierhaus Fiedler. Die „Graz Version“ des Ballet Mécanique wird auch als automatisches, robotisches Stück in der Kunsthaus Ausstellung „Connected. Peter Kogler with …“ in der synchronisierten Version mit dem Film gezeigt. 

Consumnia Sujet

Consumnia

06/10/2019 - 19:30
MUMUTH, Ligeti-Saal

Sehyung Kim (KZ)

Der 1987 in Kasachstan geborene Komponist Sehyung Kim nimmt das Publikum mit in das späte 21. Jahrhundert. Es herrscht Krieg, die Armen werden immer ärmer und die Zahl der Menschen reduziert sich. Recycling ist auf unterschiedlichen Ebenen ein Thema: in einem „Waste Shop“ entdeckt jemand auf der Suche nach seiner verschwundenen Liebe schreckliche Dinge – Menschen werden als Ersatzteillager für verwundete Soldaten verwendet. Der Regisseur Olivier Tambosi inszeniert diese Uraufführung – ein Preisträgerwerks des 7. Johann-Joseph-Fux-Opernkompositionswettbewerbs des Landes Steiermark – mit Studierenden der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz in Kooperation mit dem musikprotokoll unter der musikalischen Leitung von Wolfgang Hattinger.

06/10/2019 - 19:30
  • MUMUTH
  • Ligeti-Saal
  • Sehyung Kim
Kammeroper
Uraufführung
  • ET06102019

Komponist: Sehyung Kim, Libretto: Alexander Micheuz, Musikalische Leitung: Wolfgang Hattinger, Regie: Olivier Tambosi, Bühnengestaltung: Lena Weikhard, Solist/innen der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG): Valentino Blasina, Christoph Gerhardus und Corina Koller, Instrumentalist/innen der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG) aus dem PPCM-Studium mit dem Klangforum Wien | In Kooperation mit der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG). Folgeaufführungen sind am 7.10. und 9.10., jeweils 19:30 Uhr.