Foto
Phill Niblock
Phill Niblock

Phill Niblock ist ein in New York lebender Minimal-Music-Komponist und Multimedia-Künstler, der auch die gemeinnützige, den Flammen der barrikadenstürmenden 68er-Bewegung entsprungene Organisation Experimental Intermedia leitet. Er ist am Rande der Avantgarde verortet und hat schon immer als künstlerischer Einzelgänger gegolten. In den Geschichtsbüchern ist Niblock der vergessene Minimalist. Mag sein, es hat ja niemand behauptet, alles stimme, was in Geschichtsbüchern steht. Niblock baut gewaltige, monolithische Drones, indem er auf seinem Computer leicht gegeneinander verstimmte Instrumentalklänge in bis zu 24 Spuren dicht übereinanderschichtet. Die daraus resultierenden mikrotonalen Klangflächen ohne Melodien oder Rhythmen wirken zwar statisch, sind in ihrer Entwicklung jedoch so gedehnt, dass jede Veränderung und Bewegung „geologisch langsam“ abläuft und kaum wahrnehmbar ist ‒ als würde sich die Musik an die Hörer*innen heranschleichen. Die Vokalstücke erinnern an einige von Ligetis Chorwerken. Phill Niblock hat außerdem seit 1968 über 1000 Konzerte in seinem Loft veranstaltet, unter anderem mit Ryoji Ikeda, Zbigniew Karkowski und Jim O’Rourke.

Bei uns u.a. zu Gast mit:
2003 | Ghosts Radio for Graz
2003 | Slide Pieces /Konzert
2003 | Slide Pieces / Guitar too, for you / Ten Auras Live
2003 | Lucid Sea / Sethwork / Harm, for cello / not quit titled
Update
2021