Echo (2017) ©  courtesy of Nona Inescu and SpazioA gallery
Exploratory Project
Exploratory Project

Die Musik des amerikanischen Komponisten Phill Niblock: Melodie, Rhythmus, Harmonik ‒ Fehlanzeige. Zumindest in der klassischen Bedeutung dieser Begriffe. Dichte, Konsistenz, Intensität, Widerstand, Schichtung, Reibung, Statik, Masse ‒ mit diesen Konzepten kommt man seiner Musik schon näher. Man könnte solche Klangzustände durch orgiastisch Expressives herbeiführen wollen, aber schon wieder ‒ Fehlanzeige. Phill Niblocks Partituren sind Musterbeispiele mikrotonaler Feinstmechanik. Die kleinstmöglichen noch hörbaren Tonabstände im sogenannten Cent-Bereich sind mathematisch akribisch, peinlich genau notiert und sollen sehr laut gespielt werden.

Im Falle des beim musikprotokoll aufgeführten Ensemblewerkes Exploratory Project mit zwanzig Stimmen schwirrt dieser Klangkosmos in all seiner Intensität los, taucht man ein in die ständig bewegte und bewegliche massive Klangwand, kann es durchaus dazu kommen, dass man erst recht wieder Mikroharmonik, Mikrorhythmen und vielleicht sogar die eine oder andere Mikromelodie heraushört.

Christian Scheib
Interpret/innen

London Contemporary Orchestra

Bassklarinette: Maxwell Welford
Trompete: David Geoghegan
Posaune: Ryan Hume
Posaune: Iain Maxwell
Tuba: Thomas Kelly
Violine: Charlotte Reid
Viola: Ian Anderson
Klarinette: Anna Hashimoto
Violincello: Laura Moody
Tontechnik: Maxi Hunter

ensemble zeitfluss

Saxophon: Stephanie Schoiswohl
Saxophon: Clemens Frühstück
Fagott: Morgan Giribuola
Horn: Igor Lazic
Trompete: David Schmidt

ensemble dissonArt

Klarinette: Alexis Stavridis
Violine: Theodor Patsalidis
Bratsche: Chara Seira
Violoncello: Vassilis Saitis
Kontrabass: Yannis Hatzis

Termine
Location
MUMUTH – György-Ligeti-Saal
Konzert
Österreichische Erstaufführung
Biografien
Dieses Werk gehört zu dem Projekt:
musikprotokoll 2021 | Exploratory Project