8.-11.10.2026
Drei geheimnisvolle amorphe Wesen, eingebettet in ein dichtes Stimmengewirr, laden dazu ein, über eine speziesübergreifende Kommunikation nachzudenken. Der Space04 im Kunsthaus Graz ist ihre spekulative Welt, eine Utopie, in der unterschiedliche Lebensformen – organische, technologische und hybride – friedlich koexistieren. Diese Wesen sind Projektionsfläche, aber auch Spiegel, nämlich dann, wenn ihre so farbenfrohen und vielgestaltigen Häute zusehends verblassen, während gleichzeitig die Artenvielfalt schwindet. Dann scheinen sich die den Raum füllenden Stimmen, die gerade noch so hoffnungsfroh stimmten, zu einem Klagelied zu verdichten, das aus der Zukunft in unsere Gegenwart schallt.
Mit ihrer multimedialen Installation und speziesübergreifenden Fabel wirft Anke Eckardt eine Vielzahl an Fragen auf. Was ist Stimme, was ist Sprache, was ist Musik? Wer entscheidet, was als Denken gilt? Und wohin führt Selbstverwirklichung als Konzept, wenn wir eine Welt imaginieren, die nicht mehr von Menschen dominiert wird? Die Präsentation von Moreth Anhuman H1N4 ist Eckardts Antrittsvorlesung an der Kunstuniversität Graz.
Konzept und Umsetzung: Anke Eckardt
Künstlerische Assistenz: Antuum
Produktion Inflatables: Laura Kerschbaumsteiner
Mit Dank an Lea Sonnek und Dominik Lekavski.
Moreth Anhuman H1N4 - Eröffnung
Moreth Anhuman H1N4 ist eine Produktion von ORF musikprotokoll. In Kooperation mit Kunsthaus Graz und Kunstuniversität Graz. Mit freundlicher Unterstützung der Ernst von Siemens Musikstiftung. Die ursprüngliche Version von Moreth Anhuman entstand im Auftrag des Festivals Musik Installationen Nürnberg 2025 (Kuratorin: Marie-Therese Bruglacher)