Direkt zum Inhalt
Betelgeuze

Von Oktober 2019 bis Februar 2020 wurde bei Betelgeuze, einem der hellsten Sterne im nächtlichen Himmel, eine Abnahme von ungefähr 40% seiner Helligkeit festgestellt. Es wurde dadurch spekuliert, dass wir kurz vor einer spektakulären Supernova-Explosion dieses Sternes stehen. Betelgeuze hat allerdings seit Februar wieder an Helligkeit zugenommen und zwei Monate später wieder die ursprüngliche Helligkeit erreicht. Zahlreiche Observatorien haben im Laufe dieses Phänomens Daten gesammelt, die sie für die Öffentlichkeit frei ins Netz gestellt haben.

Die Daten der Ab- und Zunahme der Helligkeit von Betelgeuze wurden als Vorlage verwendet, um die verschiedenen Motive dieses Streichquartetts rhythmisch zu gestalten. Zusätzlich zu den Daten der Observatorien wurden Rhythmen bzw. Riffs von Heavy Metal Songs (u.a.: IRON MAIDEN: Paschendale, SLAYER: Raining Blood, METALLICA: Dyers Eve und NIGHTWISH: Master Passion Greed) verwendet, die sowohl rhythmisch als auch motivisch leicht modifiziert wurden.

Harmonisch betrachtet besteht dieses Werk fast ausschließlich aus verschiedenen Kombinationen des 22., 24., 26., 27., 30., 31. und 32. Obertones mehrerer Grundtöne. Bestimmte klangfarbliche Situationen kehren im Laufe des Streichquartettes immer wieder, allerdings leicht oder stark verändert. Als Vorlage dafür dient der Roman Die Unerträgliche Leichtigkeit des Seins des tschechischen Schriftstellers Milan Kundera.

Charris Efthimiou
Interpret/innen

Komposition: Charris Efthimiou

 

stadler quartett

Frank Stadler, Violine

Izso Bajusz, Violine

Predrag Katanic, Viola

Florian Simma, Violoncello

Kooperationen

Die Komposition von Charris Efthimiou ist Auftragswerk des Vereins "die andere saite". Koproduktion ORF musikprotokoll.

Termine
11.10.2020 | 17:30
Location
Dom im Berg
Konzert
Uraufführung
Dieses Werk gehört zu dem Projekt:
musikprotokoll 2020 | stadler quartett

© ORF musikprotokoll im steirischen herbst 1968-2020