Beyond the Quantum Horizon
© Chris Henschke
Beyond the Quantum Horizon



8.10.2026
Dom im Berg
Chris Henschke

Kein anderer Künstler hat sich derart fundiert mit der wissenschaftlichen Arbeit am CERN beschäftigt wie Chris Henschke. In zahlreichen Projekten hat er immer wieder neue Wege gefunden, um die komplexen und oftmals schwer greifbaren Forschungsinhalte sinnlich erfahrbar zu machen. Dabei standen vor allem die Teilchenkollisionen im Large Hadron Collider im Mittelpunkt, die von den vier Teilchendetektoren vermessen werden. Das neue audiovisuelle Werk Beyond the Quantum Horizon, zu dem Chris Henschke während der SciArt Dialogue Week 2026 inspiriert wurde, markiert einen Wendepunkt. Die Frage, wie eine Teilchenkollision überhaupt erst möglich ist, führte den Künstler zu der Erforschung der Quantenfelder. 

„Diese Frage hat eine ontologische und ethische Dimension“, so Henschke. „Wenn die physische Realität ein Quantenfeld ist, dann ist alles fundamental verbunden und es gibt keine Möglichkeit der absoluten Trennbarkeit. Die Philosophin Karen Barad verwendet den Begriff ,intra-aktiv‘, um unsere Interaktionen mit anderen Einheiten zu beschreiben, seien es nun Menschen oder Teilchen. Menschen, andere Organismen, Technologien, künstliche Systeme, Ökosysteme, es handelt sich dabei immer um energetische Prozesse innerhalb geteilter Felder, die sich in einem fortwährenden ‚Tanz der Handlung‘ befinden, wie der Physiker und Philosoph Andrew Pickering konstatiert.“ 

Werke

Dieses Projekt wurde von der australischen Regierung über Creative Australia, ihre wichtigste Förder- und Beratungsstelle für den Kunstbereich, unterstützt. In Kooperation mit ORF musikprotokoll, art@CMS/ORIGIN, CERN – European Organization for Nuclear Research (mit den Experimenten ATLAS – A Toroidal LHC ApparatuS, ALICE – A Large Ion Collider Experiment, CMS – Compact Muon Solenoid, LHCb – Large Hadron Collider beauty, sowie IdeaSquare – Innovation Space am CERN), Universität Graz (Institut für Kunst- und Musikwissenschaft und Interdisziplinärer Schwerpunktbereich „Wahrnehmung: Episteme, Ästhetik, Politik“ der Geisteswissenschaftlichen Fakultät), Kunstuniversität Graz (Institut 11 Bühnengestaltung), HEPHY – Institut für Hochenergiephysik der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (Wien), Florida State University, The University of Alabama, RMIT University.