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Luna Alcalay
© Luna Alcalay
Luna Alcalay

Luna Alcalay (geb. 1928, Zagreb, gest. 2012, Wien) studierte am Konservatorium in Wien Klavier und Komposition. Sie war jahrzehntelang als Pädagogin tätig: Von 1963 bis 1995 unterrichtete sie Klavier an der Universität für Musik in Wien. Luna Alcalay zählt zu den führenden österreichischen Komponistinnen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ihre kompositorischen Anfänge liegen im Serialismus, der sie nach Anregungen durch die Darmstädter Ferienkurse in den 1960er Jahren und Bruno Maderna zu einem eigenen System führte. In den 70er Jahren begann sie, sich mit multimedialen Ausdrucksformen zu beschäftigen. Dieser kritische Ansatz drückte sich in ihrer Offenheit gegenüber verschiedenen Stilen wie dem Jazz aus, aber vor allem in ihrem Engagement für Menschlichkeit und tiefe Emotionalität. So komponierte sie 1968 im Auftrag des Österreichischen Musikrates eine UNO-Kantate, die den Text der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vertonte.

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2022