Heinali
© Oleksandr Popenko
Organa Quadrupla

Do 5.10.2023 - 19:00
Dom im Berg
Heinali

Das Hören Alter Musik beschreibt Heinali als geradezu transzendente Erfahrung. Während man versucht, die einzelnen Stimmen der komplexen Polyphonien auseinanderzudividieren, um ihnen allen gleich viel Aufmerksamkeit schenken zu können, scheint sich das Bewusstsein aufzuspalten. In seiner künstlerischen Arbeit schlägt der Elektronikmusiker eine Brücke zur Gegenwart. In den vergangenen Jahren hat er für seinen modularen Synthesizer ein Patch geschaffen, das er ständig weiterentwickelt. Im Kern knüpft es an die Organa der Notre-Dame-Schule an. Der modulare Synthesizer eigne sich hervorragend für eine Übersetzung dieser jahrhundertealten Kompositionsmethoden, so Heinali, denn mit ihm lassen sich im Prinzip endlos viele eigenständige Stimmen generieren. Dabei reagiert der Synthesizer, ähnlich wie auch akustische Instrumente, auf Umwelteinflüsse, etwa auf die Temperatur. Das mache ihn zu einem unberechenbaren Mitspieler, der für konstante Spannung sorgt.

Im Rahmen seines Auftrittes beim ORF musikprotokoll wird Heinali erstmals einem bereits seit Längerem gehegten Wunsch nachgehen und die einzelnen Stimmen auf mehrere separate Audiokanäle verteilen. So kann auch das Publikum vollends in die innere Struktur seiner polyphonen Musik eintauchen.

Werke

Heinali ist Künstler der von der Europäischen Union kofinanzierten SHAPE+ Plattform für innovative Musik und interdisziplinäre Kunst. Die zum Ausdruck gebrachten Ansichten und Meinungen sind ausschließlich die der Autor:innen und spiegeln nicht notwendigerweise die der Europäischen Union oder der Europäischen Exekutivagentur für Bildung und Kultur (EACEA) wider. Weder die Europäische Union noch die EACEA können dafür verantwortlich gemacht werden.

Biografie