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Auch die Zeitkunst Musik braucht Objekte, um realisiert zu werden. Mehrere Expeditionen in unser musikprotokoll-Archiv haben Briefe von Kurator/innen an Komponist/innen, Musikutensilien, Ausstellungsobjekte u.v.m. zu Tage gebracht.

 

  • György Ligeti Brief
    György Ligeti, 7. August 1984. Brief an den damaligen Leiter des musikprotokoll Karl Ernst Hoffmann. | Die ungewöhnlichen Instrumentenwünsche erfordern lange Briefe. - © ORF musikprotokoll
  • Fax an Rosalinde Vidic
    Lorraine Lyons, 18.September 1998. Fax an Rosalinde Vidic, ORF Steiermark. | Lorraine Lyons übermittelt den Wunsch des britischen Arditti Quartet betreffend Übernachtungen in Graz. Die vier Musiker wünschten sich jeweils ein Einzelzimmer in jeweils unterschiedlichen Stockwerken des Hotels. - © ORF musikprotokoll
  • Christian Scheib, Veronika Seyr Mailverkehr
    Christian Scheib, Veronika Seyr, September 2000. Mailverkehr. | Dieser Mailwechsel zeigt die Schwierigkeiten, die es mit sich brachte, damals einen Künstler aus der Ukraine via Moskau nach Graz zu bringen. - © ORF musikprotokoll
  • Telegramm an Peter Vujica 02
    Telegramm an Peter Vujica, vermutlich 1969. | In Zeiten des Kalten Krieges war es ein bürokratisch nicht unkompliziertes Unterfangen, Künstler/innen aus der Sowjetunion nach Österreich einzuladen. - © ORF musikprotokoll
  • Christian Scheib Manuskript
    Christian Scheib, 1995. Manuskript. | Beginn der Moderation für eine live-Übertragung eines Konzerts des RSO Wien in Radio Steiermark inklusive einem Hinweis darauf, dass das Festival in diesem Jahr erstmals auch im Internet zu finden ist. - © ORF musikprotokoll
  • Klaus Lang Mail
    Klaus Lang, 29. Oktober 1999. Mail an Christian Scheib. | Ein "poetischer" Austausch zwischen Festivalleiter und Komponist. - © ORF musikprotokoll
  • Fax an Mimi Johnson
    Christian Scheib, 1995. Fax an Mimi Johnson. | Die hier besprochene österreichische Erstaufführung von "Improvements" von Robert Ashley wurde am 7. Oktober 1995 im Stefaniensaal realisiert. - © ORF musikprotokoll
  • Zeitgenössische Musik statt Straßenbahnen
    Interne Notiz, 7. Februar 1990. | Zeitgenössische Musik statt Straßenbahnen: In diesem Jahr waren mehrere Veranstaltungen in der Alten Remise geplant. Dieser Ort stellte die Planenden vor besondere Herausforderungen. - © ORF musikprotokoll
  • Fax an Solf Schaefer
    Mimi Johnson, 10. Juli 1992. Fax an Solf Schaefer (Leiter Musikprotokoll 1992-1994). | Mimi Johnson vermerkt, dass sie John Cage tags zuvor getroffen habe und informiert über seine geplante Ankunft in Graz am 8. Oktober. John Cage verstarb am 12. August 1992, das Stück "Fifty-eight" wurde im Oktober dieses Jahres in memoriam beim musikprotokoll uraufgeführt. - © ORF musikprotokoll
  • Ernst Krenek Brief
    Ernst Krenek, 1987. Brief an den ORF / Landesstudio Steiermark. | Bereits 1980 hatte das musikprotokoll eine Personale für Ernst Krenek veranstaltet und somit eine späte Renaissance seines Werks eingeleitet. 1987 war er mit mehreren Werken beim musikprotokoll vertreten, u.a. mit einer Hommage an den Gründer Emil Breisach aus Anlass der 20. Ausgabe des Festivals. - © ORF musikprotokoll
  • Ray Dolby Antwortbrief
    Ray Dolby, 8. Juni 1995. Antwortbrief an Christian Scheib. | Der Erfinder des berühmten und nach ihm benannten Rauschunterdrückungssystems Ray Dolby schreibt, dass er das musikprotokoll 1995 zum Thema "Das Rauschen" leider nicht besuchen kann, wünscht aber "with your new uses for noise, much interesting music". - © ORF musikprotokoll
  • Brief an Ray Dolby
    Christian Scheib, 21.5.1995. Brief an den Ingenieur und Erfinder Ray Dolby. | Das musikprotokoll 1995 fand unter dem Motto "Das Rauschen" statt. Für einen Vortrag wurde Ray Dolby angefragt, da er das nach ihm benannte, legendäre Rauschunterdrückungssystem erfunden hat. - © ORF musikprotokoll
  • Luigi Dallapiccola Brief
    Luigi Dallapiccola, undatiert. Brief an Peter Vujica (Leiter musikprotokoll 1969 - 1973). | Am 23. September 1968 fand im Stefaniensaal die Österreichische Erstaufführung von Hiob/Una Sacra Rappresentazione für Sprecher, Solisten, Chor und Kammerorchester statt. Es war die Erstaufführung in der deutschen Übersetzung des Komponisten. Die finanziellen Verhandlungen schienen sich einfach zu gestalten. - © ORF musikprotokoll
  • ORF Bandanforderung zu  „Maschinist Hopkins“
    Bandanforderung, 1973. | Die konzertante Aufführung der Oper „Maschinist Hopkins“ von Max Brand am 15. Oktober 1973 wurde via EBU (European Broadcasting Union) von 17 europäischen Rundfunkstationen übernommen und gesendet. Damals wurde auf Magnetbändern produziert und diese Bänder wurden kopiert und verschickt. - © ORF musikprotokoll
  • Robert Moran Brief
    Robert Moran, 11. August 1987. Brief an Karl Ernst Hoffmann, Leiter musikprotokoll 1974 – 1988. | Robert Moran war einer von zehn Komponisten, die zur 20. Ausgabe jeweils eine Hommage an den Festivalgründer Emil Breisach verfassten. Heinrich Schiff war einer der Interpreten und Leiter eines Ensembles mit 6 Violoncelli im Konzert am 22. Oktober im Grazer Congress. - © ORF musikprotokoll
  • Philip Jeck Antwortbrief an Christian Scheib
    Philip Jeck, 1995. Antwortbrief des Komponisten an Christian Scheib. | In seiner Antwort geht Philip Jeck auf den Einladungsbrief und die darin enthaltene Beschreibung seiner Musik ein und kündigt an, sein neues Stück "Widescreen" zu nennen. Am 4. Oktober 1995 wurde es im Kammermusiksaal des Grazer Congress uraufgeführt. Jemand vermerkte auf diesem Brief handschriftlich die Frage, wann der Künstler an- und abreisen wird. - © ORF musikprotokoll
  • Brief an den Turntablisten Philip Jeck
    Christian Scheib, 1995. Brief an den Turntablisten Philip Jeck. | Die in der Korrespondenz für den geplanten Auftritt vorgenommene Beschreibung seiner Musik als „wide-screen-slow-motion-sound-painting“ führte – siehe nächster Brief – tatsächlich zur Benennung des Stücks durch den Künstler. - © ORF musikprotokoll
  • Alvin Lucier Fax
    Alvin Lucier, 1995. Fax an Christian Scheib (Leiter musikprotokoll 1995 bis 2012). | Am 5. Oktober 1995 fand im im Grazer Congress ein Konzert mit seinen Stücken statt, unter anderem interpretiert vom Arditti Quartet und Joan LaBarbara. Der Komponist wünschte sich für die Zeit in Graz ein Leihfahrrad. Hinzugefügter Kommentar auf diesem Fax: "Steppe holt ab - Bycicle [sic] + Neue Galerie". - © ORF musikprotokoll
  • ORF Aktennotiz
    ORF Aktennotiz, 6. August 1995. | Innovation Internet: In diesem Jahr sollte das musikprotokoll in Kooperation mit dem Institut für Elektronische Musik erstmals online gehen. Mit diesem Vorhaben war das musikprotokoll ein digitaler Vorreiter in Österreich. - © ORF musikprotokoll
  • Ernst Naredi-Rainer, Manuskript
    Ernst Naredi-Rainer, 20. November 1989. Manuskript für eine Ausgabe der damaligen Ö1 Sendereihe "Studio Neuer Musik", in der über das musikprotokoll berichtet wurde. | Auf dem Programm dieser Sendung standen u.a. beim musikprotokoll aufgenommene Werke von Giacinto Scelsi. Das Ouevre des 1988 verstorbenen Komponisten Giacinto Scelsi war zu diesem Zeitpunkt noch Sache eines kleineren Expertenkreises, dieser musikprotokoll-Schwerpunkt trug zur Verbreiterung der Rezeption bei. - © ORF musikprotokoll
  • John Cage Brief
    John Cage, 10. März 1992. John Cage, 10. März 1992 Nachricht an den damaligen musikprotokoll Leiter Solf Schaefer. | Die Uraufführung des Stücks Fifty-eight von John Cage ist für Oktober 1992 geplant. Der Komponist gibt in dieser Nachricht die geplante Instrumentierung bekannt und kündigt seine Anwesenheit bei der Uraufführung in Graz an. Unter der Nachricht findet sich eine handschriftliche Übersetzung der Besetzungswünsche auf Deutsch. - © ORF musikprotokoll
  • Telegramm Peter Vujica 01
    Telegramm, vermutlich 1969. Empfänger Peter Vujica, Landesstudio Steiermark. | Kunst im Kalten Krieg: Wenn Ausreisebewilligungen nicht erteilt wurden. - © ORF musikprotokoll
  • Brief an Wolfgang Rihm
    Peter Oswald, 27. Juni 1989. Brief an Wolfgang Rihm. | Handschriftlich endet er mit den Worten "Sehe (höre) unserem nächsten Mal mit Vor-Lust entgegen Dein Peter" - © ORF musikprotokoll
  • Alcalay Brief an Festivalleiter Karl Ernst Hoffmann
    Luna Alcalay, 15 .Februar 1978. Brief an den damaligen Festivalleiter Karl Ernst Hoffmann. | Das erwähnte Stück Poèmes, das zu diesem Zeitpunkt gerade in Arbeit war, wurde am 14. Oktober 1978 in der St. Georgs-Kirche in Adriach bei Frohnleiten uraufgeführt. Bemerkenswert das Post scriptum des Briefes: Die zu diesem Zeitpunkt knapp 50-jährige Komponistin äußert sich kritisch-ironisch über die Situation von weiblichen Komponierenden. - © ORF musikprotokoll