Drei Liebesgedichte nach Texten von August Stramm für sechs Stimmen
Drei Liebesgedichte nach Texten von August Stramm für sechs Stimmen

In seinen Gedichten verzichtet Stramm weitgehend auf jede Syntax. Er reiht Wort an Wort zu einer vorwiegend klanglich und rhythmisch bedingten, expressiven Abfolge von Substantiven, Adjektiven und Pronomen, wobei es auch zu sprachlichen Neubildungen kommen kann. Wo er grammatikalisch vollständige Sätze bildet, vermitteln diese keine konkreten Inhalte, sondern formulieren frei assoziativ miteinander verbundene Metaphern und Bilder. Vergleichbar mit den etwa zur selben Zeit entstandenen frühen atonalen Kompositionen Anton Weberns finden sich in diesen Gedichten Elemente einer quasi zeitlosen, auch heute noch - fast 100 Jahre nach ihrer Entstehung - an­dauernden Modernität.

Jörg Drews hat darauf hingewiesen dass in den schroffen Lakonismen, den verblüffenden Wortneubildungen und atemlosen Verkürzungen der Stramm'schen Gedichte, gerade auch seiner Liebesgedichte, Möglichkeiten einer ganz leise und suggestiv angedeuteten Zärtlichkeit liegen;...".
 
Die für die 6 Musikerinnen der Neuen Vocalsolisten Stuttgart komponierten Drei Liebesgedichte nach Texten von August Stramm (Blüte, Heimlichkeit, Spiel) sind meiner Frau Yasuko gewidmet.

Georg Friedrich Haas
Interpret/innen

Georg Friedrich Haas, Komposition
Neue Vocalsolisten Stuttgart
Angelika Luz, Sopran
Stephanie Held, Mezzosopran
Daniel Gloger, Countertenor
Martin Nagy, Tenor
Guillermo Anzorena, Bariton
Andreas Fischer, Bass

Termine
Location
Alte Universität – Aula
Konzert
Österreichische Erstaufführung
Dieses Werk gehört zu dem Projekt: