musikprotokoll Header 2012
Installation

Termine: 

05/10/2012 - 12:00 bis 20:00
06/10/2012 - 12:00 bis 20:00
07/10/2012 - 12:00 bis 20:00

Orte: 

Tickets: 

  • Eintritt frei

Biografien: 

Between | you | and | me

Foto Installation Between | you | and | me
Between You and Me © ORF musikprotokoll (mp3, 4,04mb)
Multisensory Installation (2011)

BETWEEN | YOU | AND | ME – zwischen dir und mir ist eine Wand aus Klang und Licht. Wie jede andere Wand definiert sie den gegebenen Raum, wiederum ist sie nur aus nächster Nähe und in der Bewegung der Besucher als Wand wahrnehmbar. Zwei dünne Häute aus Licht formen dann einen sichtbaren Rahmen, der mit Klang gefüllt ist. Über ein Mehrkanal-Setup an extrem gerichteten Lautsprechern, Hypersonic Speakers, werden in Form einer Aneinanderreihung einzelner Schallbeams, je nach Position der Besucher, innerhalb der Wand unterschiedliche Texturen von zerbrochenem Glas hörbar. Aus der Entfernung betrachtet löst die Wand sich auf, lichte Transparenz und nur leise verwehte Klänge bezeugen ihre Nicht-Existenz.

Was ist zwischen dir und mir?
Wann entsteht etwas zwischen dir und mir?

Im Gegensatz zu Wänden aus Stein und Beton, aber auch den existierenden immateriellen gesellschaftlichen, nationalen und politischen Barrieren ist die Grenzziehung in der Installation überwindbar, sie kann durchschritten, gar spielerisch durchdrungen werden. Die Installation lädt die Besucher dazu ein, mit den in Echtzeit animierten zweidimensional erscheinenden Häuten aus Licht zu spielen: sie mit einzelnen Teilen des Körpers oder im Ganzen zu durchkreuzen, die Teilung des Körpers durch Licht zu betrachten, Wände auf dem eigenen Körper zu verschieben, die Trennung zu
anderen Körpern wahrzunehmen.

Akustisch besteht die Wand aus Glas, das komplette Klangmaterial hat die Künstlerin selbst aufgenommen. Mit einer Axt zerstörte sie systematisch Weihnachtsbaumkugeln sowie Spiegel und Gläser und nahm mithilfe von drei Richtmikrofonen den Bruch, Fall und Aufprall separat auf. Die Klänge sind in einer 6-Kanal-Komposition arrangiert. Klang im wörtlichen Sinne skulptural zu formen, war der konzeptionelle Ansatz für die Installation. Die Hypersonic Speakers in dieser Installation haben einen extremen Abstrahlwinkel von nur 3 Grad, mit der Ultraschallfrequenz 100 kHz als Trägerfrequenz für das Nutzsignal. Ursprünglich wurde die Technologie vom Militär zum Zwecke der psychologischen Kriegsführung entwickelt. Die Polizei setzt sie international zur Kontrolle von Menschenmengen ein, z. B. bei Demonstrationen in Senegal im Januar 2012.

Publikum in InstallaitonInstallationChristian ScheibAnke Eckardt

InterpretInnen: 

Anke Eckardt (D) Konzept/Realisation
Anke Eckardt (D), Henry Koch (D) Komposition
Yvan Volochine (F) Programmierung
Zolle (D) Riggkonstruktion

Dank an:
Peter Votava (A)
Douglas Henderson (N)

Kooperationen: 

Realisiert durch das Artist-in-Residence-Stipendium des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst 2011, vergeben in Kooperation mit der Landeshauptstadt Dresden und kofinanziert mit Mitteln der Europäischen Union aus dem Programm Kultur (2007–2013) im Rahmen des europäischen Vernetzungs- und Kooperationsprojektes ECAS – Networking Tomorrow’s Art for an Unknown Future.