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Konzert
Uraufführung

Termine: 

08/10/2011 - 19:00

Orte: 

Biografien: 

Des cauchemars et des rêves - two dreams from Symphonie No. 1

David Lukas und Rita Ueada (c) ORF musikprotokoll
Des cauchemars et des rêves... by David Lukás | RSO Wien (mp3, 4.57mb) © ORF musikprotokoll
Des cauchemars et des rêves, two dreams from Symphonie No. 1 - 12´

Des cauchemars et des rêves ist in Form einer fünfsätzigen Symphonie angelegt und entstand zwischen Jänner und Oktober 2009. Als ich die Partitur im Sommer 2010 mit Kompositionssoftware erneut niederschrieb, nahm ich einige Änderungen vor. Ich entschied mich dafür, den ersten und zweiten Satz abzukoppeln, damit sie wie zwei symphonische Träume als selbständiges Werk mit dem Untertitel Deux rêves de symphonie pour l’orchestre gespielt werden können. Erfreulicherweise erhielt ich dafür 2010 den dritten Preis beim internationalen Mahler-Kompositionswettbewerb. Ausgangspunkt für mein Werk waren Träume und Alpträume, die für mich eine unerschöpfliche Inspirationsquelle darstellen. Da ich meine Gefühle mit Musik ausdrücken muss, handelt das Werk zum Teil auch von meinen Gefühlen zu der Zeit, als ich es schrieb. Der erste Traum erzählt vom „Frühling im Herzen“ – von Regeneration, dem Sammeln neuer Kräfte, von Emotionen und natürlich von der Liebe. Der zweite ist ein Alptraum, der aus der Tiefe des Herzens aufsteigt, aus dem Reich der Wünsche, der Leidenschaften und anderer dunkler Gefühle. Der erste Traum Printemps au coeur d’un rêve beginnt mit einer langsamen Einleitung und schreitet zu einem schnelleren Teil fort, der Charakteristika eines etwas dramatischeren und rhythmischeren Sonatensatzes trägt, der nach dem Höhepunkt, in dem das Hauptthema unisono erklingt, zu einer ruhigen Coda findet, die wieder im sehr langsamen Tempo des Beginns gehalten ist. Der zweite Traum Le cauchemar de l’obscurité du désir ist eine Komposition in freier Form, die mit vielen Stimmungswechseln und einigen Ritardandos in getragenem Tempo voranschreitet. Nachdem sich das Orchester bis zum ffff gesteigert hat, wobei Blechbläser und Timpani dominieren, endet dieser Teil ganz plötzlich in Stille. Das Werk basiert auf Tonalität und Melodie, richtet das Augenmerk aber auch auf das rhythmische Potential und die Farben eines Orchesters.

David Lukás

InterpretInnen: 

David Lukás (CZ), Komposition
ORF Radio-Symphonieorchester Wien (A)
Peter Eötvös (H), Dirigent