Programmübersicht
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25/09 - 02/10/2010 täglich zugänglich 10.00-22.00 Uhr und live im WWW | stadtmuseum graz Nowhere„Nowhere“ ist ein Un-Ort mitten in der Stadt: Acht Tage lang sitzt Marino Formenti am Klavier, spielt, lebt, atmet, isst, schläft zuweilen in einem erbarmungslos öffentlichen und zugleich privaten Raum. Mit seinem Spiel überschreitet er die Trennung zwischen Bühne und Leben, Tag und Nacht, lässt übliche Konzertkonventionen von Zeit, Programm, Ort hinter sich und erprobt seine eigenen Grenzen: acht Tage voller Musik, die sich ebenfalls bewusst herkömmlicher Konzertdramaturgie verweigert. Das Publikum ist eingeladen, über Stunden zu verweilen, zu kommen, zu gehen, wieder zu kommen, wieder zu hören und so Musik neu wahrzunehmen. Auch als Livestream kann das Projekt rund um die Uhr verfolgt werden.
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25/09 bis 17/10/2010 | ESC im Labor 155h 4' 33'' - 2044 spaces of 4‘33‘‘Der Eingang, die Stiege, die Ausstellungsräume, die angrenzenden Kammern: Concha Jerez taucht in die Klangwelt der vorhandenen, durch Gewöhnung fast immateriell gewordenen Räume ein, vertieft sich in das, was gegeben ist. Der Ort und seine Geräusche werden zum künstlerischen Werk: Und das, was sich aus der Wahrnehmung verflüchtigt hat, gewinnt seine Präsenz zurück. Die verlorene Zeit wird erfahrbar. Gleichzeitig dient die audiovisuelle Installation als Rahmen für einen konzentrierten Dialog zwischen Experten aus Kunst, Bio-und Nanotechnologie, Soziologie und Technik über ihre Methoden und Formen von Wirklichkeitskonstruktion. Wie funktionieren Interpretationsmodelle im Elektronenmikroskop, welche Vorstellungen von Sinnstiftung liegen in partizipativen Stadtentwicklungsmodellen, wie lassen sich Expertisen zurückspielen in das alltägliche urbane Leben?
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29/09 | 06/10 | 09/10 und 13/10/2010 | Festivalzentrum 2010 / Helmut-List-Halle Guilty GuitarsDie Reihe stellt heuer vier Künstler vor, die sich jeweils im unkonventionellen Umgang mit der Gitarre einen Namen gemacht haben. Die unterschiedlichen Ansätze eint ein Verständnis der Gitarre, das diese nicht in ihrer traditionell limitierten Rolle als Mittel der Klangerzeugung begreift, sondern vielmehr als eine Quelle des Klangs. Mit Michael Nyman formuliert geht es um den Unterschied zwischen “playing the guitar” und “the guitar as sound source”.
29/09/2010 | 21.30 - Festivalzentrum | ► Keith Rowe (GB)
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07/10 bis 10/10/2010 | Stadtmuseum Graz / Helmut-List-Halle not by noteAuf der Suche nach neuen Wegen künstlerischer Auseinandersetzung mit Macht, Religion und dentität haben Sebastian Meissner und Serhat Karakayali sieben Künstlerinnen und Künstler aus dem Nahen Osten und dem ehemaligen Jugoslawien zu einem einwöchigen ArtLab nach Banja Luka geladen und gemeinsam eine psychogeografische Partitur erarbeitet, die das Beziehungsgefl echt zwischen den beiden Regionen und dem Westen Europas kritisch beschreibt. Als Klanginstallation wird diese nun im musikprotokoll präsentiert., bevor alle Beteiligten zur abschließenden on-site on-air online Kunstradio-Performance nochmals zusammenkommen.
► not by note / Installation
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07/10/2010 - 19:30 | 08/10/2010 - 18:00 | TU Graz MolekularorgelVierzehn Trompeten, vierzehn Posaunen, sieben Tuben: Constantin Lusers „Molekularorgel“ im Innenhof der Neuen Chemie der TU Graz ist eine einzigartige, verspielte und dennoch ernstgemeinte interaktive Röhrenskulptur und zugleich Instrumentarium für ein ganzes Blasorchester. Die „Molekularorgel“ wird mit einer Auftragskomposition des jungen Komponisten Peter Jakober eingeweiht: Fünfunddreißig Musikerinnen und Musiker erzeugen ein differenziertes, schwebendes Klanggebilde, das diesem erweiterten Instrument zwischen Musik und bildender Kunst gerecht wird.
Constantin Luser (A) Molekularorgel
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07/10/2010 - 21:00 | Generalmusikdirektion Radian1996 sind Radian angetreten, Rockmusik durch die Verwendung von Instrumenten und Methodender experimentellen elektronischen Musik zu abstrahieren und zukunftsweisend weiterzuspinnen – so auch bei einem Auftritt beim musikprotokoll 1999. Nun kehren sie zurück zu ihren Anfängen und betreten zugleich abermals Neuland: Mit einer Musik zwischen Ausbruch und Konzentration, zwischen Explosion und Implosion, mit harten Brüchen und dem Mut zu prominent platzierten Momenten der Stille.
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07/10 bis 10/10/2010 | Helmut-List-Halle Sate of Sabotage (SoS)Seit seiner Gründung 2003 hat der State of Sabotage, der 2008 beim steirischen herbst eine temporäre Botschaft in Graz eröffnete, fünfzehn Interpretationen seiner eigenen Hymne in Auftrag gegeben und aufgeführt unter anderem durch Christian Fennesz, das RSO Wien, Beggar’s Opera und den US Army Choir. Unter der Teilnahme zahlreicher Künstlerinnen und Künstler, die zum heurigen Festival geladen sind, ist nun eine weitere Version der SoS-Hymne entstanden, die gleichzeitig als eine Art Signatur fungiert, die das Programm auf staatstragende Weise begleitet.
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08/10/2010 - 19:30 | Helmut-List-Halle Arditti QuartetDurchwegs neue Streichquartette präsentiert Irvine Arditti mit seinem Ensemble, die Hälfte davon sind Auftragswerke des musikprotokolls: Auf die Komposition des in Wien lebenden Italieners Pierluigi Billone, dessen feine, klanglich geräuschhafte Tongespinste fast skulpturale Qualität haben, folgt das jüngste Werk von Olga Neuwirth, deren erstes Streichquartett bereits 1995 das musikprotokoll eröffnete. Mit neuen Stücken von Hugues Dufourt und James Clarke weitet sich der Blick auf markante europäische Positionen.
James Clarke (GB) ► Streichquartett Nr.2 ÖE
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08/10/2010 - 21:00 | Helmut-List-Halle Klangforum WienDie Komponistin Joanna Wozny, in Polen geboren und seit vielen Jahren in der Grazer Musikszene verankert, schrieb ihr erstes, so zartes wie sprödes Orchesterwerk 2006 für das musikprotokoll-Konzert des ORF Radio-Symphonieorchester Wien in der Helmut-List-Halle. Am selben Ort präsentiert das Klangforum Wien nun die Uraufführung ihrer jüngsten Arbeit, mit dem sie sich zugleich als heurige Preisträgerin des Erste Bank Kompositionspreises präsentiert. Die Erforschung von neuen Tendenzen in den Ländern östlich Österreichs ist seit vielen Jahren künstlerisches Programm des musikprotokolls – mit neuen Werken von Djuro Zivkovic und Kresimir Seletkovic wird diese Tradition fortgesetzt.
Djuro Zivkovic (SER) ► The White Angel
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09/10/2010 - 19:30 | Helmut-List-Halle RSO WienEuropa hat ein Problem: Die Suche nach Verbindlichkeit und die Erweiterung des gemeinsamen Handlungsspielraums bringt Verflachung und Verallgemeinerung mit sich. Was wie ein Lamento über heutige Politik klingt, gilt hier aber der Organisation und Stimmung unseres Tonsystems im Laufe der letzten rund sechshundert Jahre, der Ordnung der zwölf europäischen Töne zueinander. Durch alle uns heute geläufigen Tonarten zu modulieren – also sich in und zwischen ihnen akustisch bewegen zu können, ohne dass es uns gegen den Strich geht –, funktioniert nur, wenn die Intervalle leicht verändert, eigentlich beschädigt, also temperiert werden. So gewinnt man internationale Flexibilität, verliert aber auch das seltsam faszinierende Glänzen, Strahlen und Glitzern der ursprünglich ganzzahlig geteilten Intervallkombinationen. Das diesjährige Konzert des RSO Wien ist Komponisten und deren Werken gewidmet, die sich der Virtuosität des Modulierens verweigern zugunsten einer Virtuosität des nur vorgeblich simplen Klangsinns nichttemperierter Intervalle und Tonsysteme und deren verführerischer Emotionalität.
James Tenney (US) Critical Band
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09/10/2010 - 21:00 | Helmut-List-Halle Klaus LangEine klare Gegenposition zum Ideal virtuosen Instrumentalspiels ist Klaus Langs neues Werk für Solo-Gitarre: Nicht der Spieler mit seinen hoch entwickelten Grifftechniken, seiner Schnelligkeit und seinem Darstellungswillen steht im Vordergrund, sondern der Klang der zehnsaitigen Gitarre selbst. Der Norweger Anders Førisdal wirft mittels Verstärkung und Effektbearbeitung einen mikroskopischen Blick auf Klang- und Zeitebenen und erzeugt so das Gefühl im Korpus des Instruments selbst zu sitzen, inmitten eines feinen, plastischen Kosmos aus Flageoletts und Gitarrengeräuschen.
Klaus Lang (A) ► der blauäugige fremde UA
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09/10/2010 - 21:45 Uhr | Helmut-List-Halle PreisverleihungIm Rahmen des musikprotokolls 2010 wird der Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis des Landes Steiermark 2010 an Klaus Lang und das Andrzej-Dobrowolski-Kompositionsstipendium des Landes Steiermark 2010 an Peter Jakober verliehen. |
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10/10/2010 - 19:30 | Helmut-List-Halle Klangwege 2010Die jungen Komponistinnen und Komponisten der „Klangwege 2010“ versuchen sich angeleitet und angespornt von Peter Ablinger aus den Zwängen der üblichen Aufführungspraxis zeitgenössischer Musik zu befreien und werfen so einen Blick auf das, was ein Konzert eigentlich ausmacht: Konzeptionelle, installative und konzertante Stücke thematisieren die physische Präsenz der Interpretinnen und Interpreten, die oft vernachlässigte visuelle Seite einer Aufführung und den gesellschaftlichen Akt der Konzertform und die Publikumserwartungen. #
Sophie Reyer (A) ► Marias Saiten UA Text-Performance
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10/10/2010 - 21:30Uhr | Helmut-List-Halle Martin BrandlmayrEin eigens dafür entwickeltes Computerprogramm verwandelt Martin Brandlmayrs Schlagzeug in einen hochkomplexen Organismus: Am Instrument montierte Mikrofone offenbaren die Zellstruktur und lassen das Publikum in den Entstehungsprozess der Klänge hineinhorchen. Im Spannungsfeld zwischen Bewegung und Regungslosigkeit, Klang und Stille orientiert sich Brandlmayr an der Fuge, an der ihn die erzwungene Erinnerung und das Verwirren des Zeitempfi ndens entlang einer vertikalen Achse interessieren: Vergangene Abschnitte pulsieren ins Jetzt und scheinen in neuem Licht.
► Mehr zu dem Konzert von Martin Brandlmayr
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