Loch für Violoncello

Yukiko Watanabe (c) Yukiko Watanabe

Loch für Violoncello

Ich denke meine Musik wie ein Fenster, durch das man eigene Welten entdecken kann. Wenn man im Konzert Musik hört, kann diese viele verschiedene imaginäre Fenster öffnen. Aber es hängt von jeder Person ab, ob sie dadurch eintreten und weitergehen möchte oder nicht. Ich will dem Publikum nicht alles vorgeben, sondern ihm einen Denkansatz zur Verfügung stellen. In diesem Stück sitzt ein Spieler in einem großen Kasten, wobei die Sichtgrenze des Publikums durch kleine Löcher einge­schränkt wird, so dass man nur unterbrochene Bewegungen sehen kann, obwohl der Bogen sich stets in einer Linie bewegt. Schrittweise wird diese Linie im Lauf der Zeit kürzer. Im Gegensatz dazu wird die Bewegung größer, obwohl manchmal sehr leise bzw. kaum hörbar gespielt wird. Aber wenn man durch ein Loch hineinsieht, könnte man so auch die Musik finden oder „hören".

Werktext-AutorIn: 

Yukiko Watanabe
Konzert, Performance
Uraufführung

Termine: 

10/10/2010 - 19:30

Orte: 

  • Helmut-List-Halle

Biografien: