Llullophon

Llullophon Sujet

Die Logik der Engel – das ist ferne Vokalmusik aus dem 13. und 14. Jahrhundert und Miniatur-Uraufführungen aus dem Hier und Heute im Spiegelkabinett.  Als Ausgangspunkt für diese spannende Zeitreise mit 6 Männerstimmen dient die Idee einer frühen Logik-Maschine des vor 700 Jahren verstorbenen mallorquinischen Philosophen und Theologen Ramon Llull (1232-1316). Llull beschreibt in seinem Buch Ars magna eine Logik-Maschine, mit der es gelingen sollte,  Wahrheit und Lüge zu unterscheiden. Mittels Drehung dreier mechanischer Scheiben konnten Begriffe kombiniert werden und ergaben so Sätze, die als Gottesbeweis gesehen werden sollten. Mathematiker und Philosophen, wie G.W. Leibniz (1646-1716), bezogen sich auf Llull´s Logik-Maschine und die moderne Computerwissenschaft sieht in ihr ein frühes „generatives System“, ein Vorläufersystem moderner Rechnersysteme, die auf Algorithmen beruhen. Beim musikprotokoll wird die Llull’sche Konzeption in eine interaktive Klanginstallation umgedeutet, in ein Llullophon, das im Grazer Kunsthaus zu sehen, zu hören und zu bedienen ist.

Musik 21.Jhdt.:
Joanna Wozny (PL/AT), Mateu Malondra (ES), Erin Gee (US/AT), Hannes Kerschbaumer (IT/AT), Rudolf Jungwirth (AT), Agata Zubel (PL) & Vito Žuraj (SL).

Musik 13./14.Jhdt.:
Adam de la Halle (FR), Baude Cordier (FR), Philippe de Vitry (FR), Solage (FR) & Anonymus.

Interpreten:
Vokalensemble NOVA (AT)
Colin Mason, Bernd Oliver Fröhlich, Bernd Lambauer, Péter Cser, Gerd Kenda & Ulfried Staber.

 

Eine Koproduktion von Kunsthaus Graz und musikprotokoll im steirischen herbst.
In Kooperation mit dem OÖ Kulturquartier Linz (Höhenrausch)

Idee: Christian Scheib, Elke Tschaikner, Fränk Zimmer
Konzeption, Realisation: Fränk Zimmer

ORF musikprotokoll im steirischen herbst
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